Endlich mal wieder was zu ärgern

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erstellt von cachemyday | erstellt in Allgemein | erstellt am 08-09-2012

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Wir/Ich machen das ganze ja nun immerhin schon knapp 3 Jahre – ca. Somit auch keine Neulinge mehr, aber auch keine Urgesteine.

Wenn ich das rückblickend so betrachte, gab es am Anfang der Cacherkarriere einfach nur das Cachen selbst. Allerdings, so nach und nach lernt man hier und da den ein oder anderen Cacher kennen, tratscht ein wenig, lauscht mal in dem Blog oder trifft sich auf Stammtischen / Events.

Da man so doch etwas mehr Einblick bekommt, was die Cacherwelt so um einen herum so macht, dann ist mir zumindest ein typisches Verhalten aufgefallen, was sich bei vielen Gruppen, z.b. in der Firma, Communities etc finden lässt:

Man muss sich über etwas ärgern können !

Früher war es die achtlos in den Wald geworfene Dose, die einem nach Finden von sorgfältig vorbereiteten und arbeitsintensiven Tradis schon sehr fad vorkommt. Dann war’s irgendwann der klassische KirchenTradi. Weiterer Missmut kam auf, als die Mobilfunk-Kiddies von sich verklagenden Herstellern mit noch genauerem GPS ausgestattet wurden, durch die Wälder zogen – und sich an vielen Caches nicht zu benehmen wussten. Die Steigerung in diesem Fall sind dann diejenigen, die dann meinen, sie sind nun echte Geocacher und „verstecken“ mit Ihrer Erfahrung von ca. 8 gefundenen Dosen selbst eine – galant auf dem Marktplatz der Stadt, Genauigkeit mit Google-Maps noch schnell korrigiert. Was für ein Spass.
Nach und nach sah man die Schlagzeilen in örtlichen Zeitungen (das sind diese Papier-NewsTicker), das nun Geocaching sich zum Volkssport mausert – wie schön. Somit kommen dann auch die Halb-Erwachsenen mit ihren Sprösslingen und erobern die Cacherwelt.
Muggel ? Kaum noch zu finden – und wenn doch, dann macht der Neffe Oliver das Spiel auch.

Schließlich kam Marc Zuckerberg’s Massenblog zu Geocaching (oder andersherum ?!) und lockte noch mehr Testcacher dazu und ließ sie so auf die Dosen los. Nunja.
Dazu kam, daß sich auf Grund des Bekanntheitsgrades nun die Jäger und Förster meldeten – „Das ist unser Wald“ , „Ihr macht alles kaputt“, „Das dürft ihr nicht!“. Eine Diskussion die sich bis heute unterschiedlich fortsetzt, mal gibt es zumindest Gespräche, mal ist man uneinsichtig und mal ignoriert man einfach – von beiden Seiten aus.

Da wo die Gespräche fruchteten und der Jäger und Cacher sich guten Tag sagen war Ruhe eingekehrt. Außer es finden sich Cacher, die anderen den Spass nicht gönnen oder was auch immer.
Wie früher, als Mitspieler aus Milliarden von Kilometern Entfernung sich ein Urteil über die genaue Regeleinhaltung eines Caches bildeten. Gut, daß nichts passiert ist, kann man im Archiv nachlesen.

Heute ebenso, jetzt sind aber nicht die anderen Schuld. Aber einen braucht’s ja. Stimmt – Reviewer hatten wir noch nicht, nehmen wir die. Immer über das Gleiche ärgern, bringt ja auch Frust mit sich.
Nun echauffiert man sich, daß der Herr Reviewer sich ganz schön genau an die Regeln hält und zwar nicht die eigenen, sondern die des Landes, die Grundlage für jede Art von Spiel, Freizeit etc sind.
Man kennt zwar nun nicht genau alle Fakten, aber der irgendjemand muss ja was falsch machen – wir wollen doch nur spielen – und uns ärgern, oder ?

Viel zu ärgern, wenn man möchte, jeder für sich.

Was mich so ärgert ? Daß mir dann doch so viel hierzu eingefallen ist – Schade.
Was die Zukunft bringt ? Bestimmt was Neues zu ärgern, was aber hoffentlich durch viele neuen Caches und Möglichkeiten wieder nur zum Standardärgern wird.
Solange wir keine staatlichen Forst-NutzungsFormulare mit dem nPA und elektronischer Reviewer-Signatur ausfüllen müssen, um eine Dose zu suchen ist alles gut, oder ?

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